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Uganda

OCJC

Das Ocer Campion Jesuit College (OCJC) ist eine Secondary School in Gulu/Norduganda, getragen durch die Jesuitenprovinz Ostafrika. „Ocer“ bedeutet in der Sprache der Acholi „auferstanden“. So versteht sich das Projekt als ein Zeichen der Auferstehung der Region nach dem Ende des über 20-jährigen Bürgerkrieges in Norduganda. Mittlerweile werden 614 Jugendliche, aufgeteilt auf fünf Jahrgangsstufen, am OCJC unterrichtet und leben als Internatsschüler auf dem Gelände. Dies ist in Uganda üblich aufgrund von schlechten Transportmöglichkeiten auf dem Land und einem sehr straffen Stundenplan. Waisen und mittellose Schüler dürfen die Schule kostenlos besuchen, wobei ihre Schulgebühren und die Kosten für Kleidung, Unterrichtsmaterialien, Arztbesuche, etc. durch Spenden gedeckt werden müssen.

Die Initiative Teilen förderte seit 2012 insgesamt zehn Jugendlichen mit Stipendien, die ihnen den Schulbesuch ermöglichten. Fünf dieser Jugendlichen schlossen im Herbst 2015 das O-Level - einen der Mittleren Reife entsprechenden Schulabschluss – mit sehr guten Ergebnissen und einer Empfehlung fürs A-Level (entspricht der Oberstufe / Gymnasium) ab. 1 Jugendlicher (Stipendiat IniTeilen 2012 - 2015) hat aufgrund gesundheitlicher Schwierigkeiten und traumatischen Erfahrungen im Bürgerkrieg das Endexamen der S4 erst im dritten Anlauf geschafft. Daran sieht man, dass die Schüler prinzipiell sehr motiviert sind, jedoch permanent unter den Spätfolgen der Bürgerkriegszeit in Norduganda leiden. Gerade für diese Schüler ist es wichtig, dass sie an der Schule Verlässlichkeit erfahren und die Mitarbeiter der Schule auch dann an ihnen festhalten, wenn ihre schulischen Leistungen zeitweise schlechter ausfallen. Außer den Schülern profitieren vom Aufbau der Schule auch viele Menschen aus der Umgebung, die als Bauarbeiter, Lehrer, Köche, Gärtner oder Fahrer angestellt sind.