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Kamerun

HUPJEFI

Hilfe zur Selbsthilfe für Mädchen in Not in Kamerun

Eine Gruppe engagierter Kameruner Christen und die Altcusanerin und Fachärztin für Public Health, Dr. med. Reginamaria Eder, fördern seit 1998 den Aufbau von inzwischen 3 Sozialzentren für Mädchen in Not in Kamerun, kurz „HUPJEFI“ (Halte Utile Pour Jeunes Filles) genannt. In und um die Metropole Douala werden Mädchen oft in die „reiche Stadt“ zu Verwandten geschickt, fristen dort ein „Aschenputtel“-Dasein, erleben viel Gewalt und rutschen leicht in die Prostitution. Um der Landflucht entgegenzuarbeiten, wurde das Engagement auf die ländliche Frauenbildung in den Vororten erweitert, damit die Mädchen in Zukunft ihre Dörfer gar nicht erst verlassen müssen, was sich nach den ersten 3 Jahren schon sichtlich bewährt.

Ziel dieses Förderjahrs ist es, eines der drei Sozialzentren, nämlich HUPJEFI im Dorf Bomono, 30 km von Douala, vor allem in der Bildungsarbeit  zu unterstützen. Dort bekommen ca. 20 Mädchen einen ersten Kontakt mit  Fächern wie Schneidern, Hauswirtschaft, Sticken, Basteln und Alphabetisierung oder Sekretariat (PC-Umgang) und entdecken dadurch ihre Talente. Besonders wichtig ist das sogenannte EVA-Bildungsprogramm („Erziehung zum Leben u. zur Liebe“), das den Mädchen eine Wertebildung und Entscheidungshilfen für ihre Selbstständigkeit vermittelt . Zuhören und empathische, professionelle Begleitung der Mädchen stiften ihnen Selbstvertrauen, helfen Talente entdecken und fördern die Eingliederung in Schule oder Berufsschule. So wurden im Jahr 2016  insgesamt 79 Mädchen im Projekt betreut, davon 62 in den drei HUPJEFI Sozialzentren,  6 Mädchen wurde Schulgeld bezahlt und 11 Mädchen besuchen im 1. Jahr die Schneiderschule „Doriana“. Es braucht Jahre der liebevollen Begleitung, bis die Mädchen ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Inzwischen entließ HUPJEFI über 560 Mädchen in ein eigenständiges Leben.